{Rezension + Rezept} Nicolas Barreau: Das Café der kleinen Wunder

Nicolas Barreau - Das Café der kleinen Wunder | Rezension zum Buch + Rezept Birnen-Tarte

Zum Inhalt

Nelly liebt das Lesen und die Langsamkeit, glaubt an Zeichen und ist unglücklich verliebt. Eines Tages begegnet ihr in einem alten Buch ein rätselhafter Satz – und kurz entschlossen tut sie, was sie nie für möglich gehalten hätte: Sie hebt all ihr Geld ab, kauft sich eine rote Handtasche und verlässt Hals über Kopf Paris, um der Spur des Buches nach Venedig zu folgen. Ihre Reise führt sie tief ins Herz der Lagunenstadt, die nicht nur die Begegnung mit einem charmanten Venezianer für sie bereithält, sondern auch ein zauberhaftes kleines Café, in dem Geheimnisse warten und Wunder möglich sind.

Nicolas Barreau - Das Cafe der kleinen Wunder | Rezension + Rezept Jeannes fabelhafte Birnentarte

Das denke ich darüber

„Das Café der kleinen Wunder“ ist ein kleiner und unterhaltsamer Roman, der gar nicht bedeutend und herausragend sein will, sondern einfach von einem netten Mädchen erzählt, das auf Umwegen schließlich in Venedig die Liebe findet.

Dieses Mädchen – „Nelly“ – war vorallem zu Beginn dieser Geschichte ziemlich verschroben und naiv und blieb es auch bis zur guten Hälfte des Buches. Aus diesem Grund – vorallem wegen der Naivität – hatte ich es zunächst ein wenig schwer, mit Nelly richtig warm zu werden. Aber irgendwann gewöhnte ich mich daran und lernte mich auf diese Erzählung einzulassen, und eben auch, dass Nelly manche Sachen auf ihre eigene, verdrehte Art gemacht hat. Dabei ist Eleonore, kurz Nelly, eine liebenswerte und charismatische Person, die eben so ihre Ecken und Kanten und besonderen Eigenheiten hat. Und spätestens als ich an Nellys Seite das schöne winterliche Venedig erkundete, waren wir schon längst Freundinnen.

Ich muss zugeben, dass Nicolas Barreau es wirklich ausnehmend gut versteht, Schauplätze zu beschreiben und vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen. Mir gefiel das stille Venedig im Winter richtig gut. Mit Nelly durch die Gassen und Sehenswürdigkeiten Venedigs zu streifen, hat Spaß gemacht.

Ich bin ehrlich, die Liebesgeschichte zwischen Nelly und Valentino, dem gutaussehenden Venezianer, kam mir ein bisschen unbedeutend und ein wenig mehr so nebenbei eingeschoben vor. Dennoch ließ es sich ganz nett lesen und entlockte mir hin und wieder ein Lächeln.

Fazit: Auch in meinem dritten Buch von Nicolas Barreau habe ich eine Person (in diesem Fall Nelly) kennengelernt, die fern dem Mainstream, ihren ganz eigentümlichen Charakter hat. Auch in „Das Lächeln der Frauen“ und „Eines Abends in Paris“ finden sich solche Protagonisten, die der Geschichte das gewisse Etwas verleihen. Gerade deshalb und natürlich auch wegen der schönen Beschreibungen Venedigs, hat mich dieser Roman wirklich gut unterhalten und mir angenehme Stunden beschert. Die Liebe zwischen Nelly und Valentino hätte ich mir persönlich ein bisschen eindringlicher und zu Herzen gehender gewünscht. Sie blieb mir zu unspektakulär.
„Das Café der kleinen Wunder“ ist dennoch eine nette Geschichte, die gut zu unterhalten weiß und dabei noch mit einem besonderen Bonus daherkommt. Denn das Rezept der weltbesten Birnentarte, von Nellys Cousine Jeanne, findet sich im Buch und sollte UNBEDINGT nachgebacken werden … megalecker ;-).

Buchdaten: broschiert*, 368 Seiten; Piper Verlag; erschienen 02/2017; auch als Kindle-Version* erhältlich

Nicolas Barreau - Das Cafe der kleinen Wunder | Rezension + Rezept Jeannes fabelhafte Birnentarte

Jeannes fabelhafte Birnen-Tarte (das Rezept aus dem Buch)

Zutaten für den Boden:

200g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
1 EL Vanillezucker (oder 1/4 TL Vanillepulver)
1 Prise Salz
100g weiche Butter
1 Ei

Zutaten für den Belag:

5 mittelgroße Birnen
2 Eigelb
250ml Schlagsahne
60g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker (oder 1/4 TL Vanillepulver)
1/2 Päckchen Puddingpulver Vanille
5 EL Aprikosenkonfitüre, wenn möglich „Rosen-Marille“ („normale“ tut es aber auch ;-))

Den Ofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zutaten für den Boden mit einem Handrührgerät und den Knethaken zu einem festen Teig verarbeiten. Anschließend kurz kalt stellen. Währenddessen die Birnen schälen und in schmale Spalten schneiden. Alle übrigen Zutaten für den Belag, bis auf die Aprikosenkonfitüre, zusammenrühren.

Eine Tarteform einfetten bzw. eine 26cm Durchmesser Springform mit Backpapier auslegen und festklemmen, die Ränder mit Butter ein wenig einfetten. Den Teig mit den Fingern gut andrücken und den Rand ein kleines bisschen hochziehen (sonst läuft euch dann die Füllung davon ;-)). Mit den Birnenspalten belegen und mit der Füllung vorsichtig übergießen.

Ca. 50 Minuten im heißen Backofen backen. Abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf kurz leicht erhitzen (damit sie flüssiger wird) und mit einem Backpinsel über die Tarte streichen.

Am besten schmeckt die Birnentarte noch ganz frisch am gleichen Tag :-).

 

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